Per Aspera Ad Astra
Seit Elon Musk ist die Mühsal, zu den Sternen zu kommen, wesentlich geringer geworden. Und das beflügelt unsere Fantasie ohnegleichen.
Ein befreundeter Investor bezog sich in einem Interview auf die Autoaufkleber mit dem Spruch: „I bought this car before Elon went crazy“. Er meinte jedoch, er hätte lieber welche gehabt, wo oben gestanden wäre: „I bought this car because Elon is crazy.“ Denn verrückt muss man schon sein, um Großartiges zu schaffen – um Dinge umzusetzen, bei denen andere einfach den Kopf schütteln und sie mit den Worten abtun: „Der träumt ja von den Sternen“.
Aber genau das tat er. Dazwischen politisches Engagement, Fotos mit Kettensäge in der Hand, polarisierende Meldungen auf der eigenen Social Media Plattform und davor, wir wollen es nicht vergessen, schnell mal das Elektroauto erfunden. Obwohl, eigentlich existiert es schon seit den 1830ern. Aber Musk hat es massentauglich gemacht.
SpaceX hebt ab
Elon Musk ist eine polarisierende Person, die täglich in unseren Köpfen herumspukt. Und viele wollen Teil des Erfolges sein. Oder sich eben mit einem Aufkleber am Auto enttäuscht abwenden. Gleichgültig ist jedoch kaum jemand.
Und so erregte der Börsengang von SpaceX enorme Aufmerksamkeit. Äußerst ungewöhnlich: ein fixer Preis (USD 135) statt einer Preisspanne, eine extreme Bewertung und weiterhin Alleinkontrolle durch Elon Musk. Ganz nebenbei war es auch noch der größte Börsengang der Geschichte.
Zugeteilt wurde nicht wie üblich fast ausschließlich an große Institutionen, sondern sehr stark auch an Kleinanleger. Hier vermutet Musk treue Jünger anstelle von skeptischen Profis.
Ich selbst habe übrigens nicht gezeichnet. IPO steht ja für „Initial Public Offering“ – also erstes öffentliches Angebot. Doch eine alternative Redewendung lautet „It’s Probably Overpriced“. Mit einer Bewertung des fast 100-fachen Umsatzes ist das wahrscheinlich nicht so abwegig. Über diesen Schatten wollte ich dann doch nicht springen. Und überhaupt, ich fühle mich in euphorischen Massenbewegungen grundsätzlich unwohl.
Auch interessant: Lediglich 5% der bestehenden SpaceX-Aktien kamen an die Börse. Das wird sich bis Jahresende ändern. Denn in den nächsten Monaten laufen Verkaufssperren aus, wodurch bis zu 60% dann an die Öffentlichkeit verkauft werden können. Eine beträchtliche Menge, die dann Käufer finden muss. Es bleibt jedenfalls spannend.
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