Enteignung durch Geldentwertung
Raus aus Papier, rein in reale Sachwerte. Ein Thema, das sich systemkritische Geister seit Jahren auf die Fahnen schreiben. Vor allem überzeugte Bitcoin-Anhänger sprechen gerne vom „Debasement Trade“, wobei mit „Debasement“ die Währungsentwertung gemeint ist.
Ob die Kryptowährung Bitcoin allerdings tatsächlich eine gute Geld-Alternative ist, wage ich zu bezweifeln. Das beschränkte Angebot von 21 Millionen Bitcoins ist mir dafür zu wenig.
Alter Wein in neuen Schläuchen
Das Thema Kaufkraftverlust von Währungen ist ein alter Hut. Nehmen wir zum Beispiel die größte Volkswirtschaft, die auf lange Datenreihen zurückblicken kann: die USA.
Laut officialdata.org lag die durchschnittliche jährliche Inflationsrate in den letzten 100 Jahren bei 2,99 Prozent. Kumulativ kommt man damit auf einen Kaufkraftverlust von 94,8 Prozent. In Großbritannien sieht es sogar noch schlechter aus: durchschnittliche Inflation von 4,47 Prozent pro Jahr und Gesamtverlust 98,7 Prozent.
Und wie ist es in der soliden Schweiz? Sind die Eidgenossen nicht der Inbegriff von Geldwertstabilität? Laut dem Schweizer Bundesamt für Statistik liegt die Veränderungsrate des Warenkorbes (das ist die prozentuale Preisänderung einer repräsentativen Auswahl von Waren und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum) von 09/1926 bis 09/2026 bei satten 593,7 Prozent. Daraus errechnet sich eine durchschnittliche jährliche Inflation von 1,96 Prozent und ein Kaufkraftverlust von mehr als 85 Prozent über 100 Jahre. Besser als die 98,7 Prozent in Großbritannien, aber weit entfernt von einem tatsächlichen Erhalt der Kaufkraft.
Ich lehne mich nicht sehr weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass Geld in den nächsten 100 Jahren auch nicht mehr wert wird. Darum ist unser Geld am Konto, das morgen gebraucht wird, die beste Form, Vermögen aufzubewahren. Doch wenn aus den Tagen Monate und Jahre werden, ist der Verlust quasi garantiert. Von der sichersten Anlageform zum sichersten Wertverlust sozusagen.
Geld ist keine Langzeitlösung
Trotz all dieser Entwicklungen sind die Schweizer und Briten real pro Kopf reicher geworden. Denn Geld, das in produktive Vermögenswerte investiert wurde, hat sich der Entwertung widersetzt. Aktien bleiben das beste Instrument, um Geld arbeiten zu lassen. Für große Vermögen kommen auch vermietete Immobilien in bester Lage in Betracht. Selbst Gold ist besser als Geld, das über Jahre brach am Konto liegt. Gold ist zwar nicht produktiv, doch zumindest nicht unbeschränkt vermehrbar.
Für die meisten Menschen führt die richtige Mischung von Vermögenswerten zum gewünschten Ziel. Dabei unterstützt Sie Gutmann gerne.
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